Samstag, 26. Februar 2011

Antiquitäten renovieren

Kürzlich durfte ich wieder einmal einen antiken Schrank auffrischen.
Vom Zustand her war ich positiv überrascht. Nur die Oberflächenbehandlung war etwas abgestumpft, matt, leblos, teilweise leicht vergraut. Die Zeit war gekommen, um dem Schrank wieder neues Leben einzuhauchen.
Nach einer gründlichen Reinigung der Oberfläche, konnten die grauen Stellen mit spezieller Chemie (Flecken- und Schleierentferner) beseitigt werden.
Danach kam die neue Politur, welche Zug um Zug, in mehreren Schichten fein aufgetragen wurde. Für die Politur verwendete ich verdünnten Schellack, so wie es dem Alter des Schrankes entspricht. Nur ja keine "modernen" Lacke und Polituren verwenden,  sonst ist das Möbel ruiniert.
Diese Poliererei ist zwar etwas zeitaufwendig und erfordert viel Fingerspitzengefühl, das Resultat durfte sich aber sehen lassen.
Angeblich stammte der Schrank aus dem Simmental (Berner Oberland) aus der Zeit um ca. 1750. Die Kundin zeigte mir ein "Echtheitszertifikat", welches sie beim Kauf des Schrankes erhalten hatte.
Das Echtheitszertifikat, war aber in meinen Augen eher ein Verkaufstrick der übleren Sorte, da es vom Verkäufer selbst geschrieben wurde, und nicht von einer unabhängigen Fachperson. Ausserdem, war auch nicht klar vermerkt, was seit 1750 mit diesem Schrank alles geschehen war. Ich stellte nur fest, dass es etliche nicht dokumentierte Flickstellen gab, die Oberflächenbehandlung irgendwann mit irgendwas erneuert wurde, und sämtliche Tablare im Innern neueren Datums sind. Somit stellt sich für mich die Frage, ob der Schrank damals seinen Preis (eine fünfstellige Summe) wirklich Wert war.

Mein Tipp an alle Liebhaber von Antiquitäten: Wenn sie schon bereit sind, viel Geld für ein antikes Möbel auszugeben, dann lassen sie doch dieses Möbel vor dem Kauf von einer unabhängigen Fachperson beurteilen, denn "Echtheitzertifikate" kann jeder selbst schreiben. Solche Fachpersonen finden sie in Museen, in Galerien für antike Kunst und bei vielen Auktionhäusern. Gratis werden die zwar nicht kommen, aber sie sparen unter Umständen eine Menge Geld.

Montag, 24. Januar 2011

Facebook - Wohin des Weges liebe "Freunde"?

Heute bekomme ich doch tatsächlich eine Einladung einer Kundin, mich bei Facebook an zu melden und Ihr "Freund" zu werden.
Es ist ja nett, dass diese Kundin an mich gedacht hat. Sofern sie überhaupt etwas gedacht hat. Vielleicht bin ich auch ein Opfer eines Massenmails.
Nur, soviel muss klar sein: Man kann mich nicht als Freund gewinnen, auch nicht in Facebook, wenn man mich immer wieder leer laufen lässt. Ich berate meine Kunden gerne und ausführlich. Ich liefere Zeichnungen, Muster, Modelle und alternative Vorschläge. Ich befrage Lieferanten und berechne Offerten. - Stundenlang - Gratis und Franko. Wenn man dann aber immer wieder sämtliche Offerten aus preislichen Gründen ablehnt, obwohl man das nötige Kleingeld hätte, hört für mich das Freundsein auf.
Nein danke, so gewinnt man mich nicht als Freund.

Liebe Grüsse

CheesLee

Montag, 17. Januar 2011

Baustellenkontrollen

Baustellenkontrollen sind in unserer Gegend hochmodern. Dabei erscheinen "zivil" gekleidete Kontrollbeamte mit an der Brust angeheftetem Ausweis. Entlöhnt werden diese Beamten durch die Gewerkschaften UNIA und ZPK welche wiederum von uns Unternehmern gefuttert werden.
Jedesmal wenn diese Kontrolleure erscheinen, machen sie Jagd auf die Gipser, und auf nicht Schweizerdeutsch sprechende Personen. - Liebe Gipser, was habt ihr bloss verbrochen, dass ihr immer zuerst dran glauben müsst? - Eigentlich ginge es darum, Schwarzarbeiter bzw. Personen oder Unternehmen aufzudecken, welche sich nicht an die Gesamtarbeitsverträge halten. Die Kontrollbeamten bewegen sich dabei aber so dämlich auf den Baustellen, dass innert Sekunden sämtliche Bauarbeiter Bescheid wissen, bzw. die schwarzen Schafe die Baustelle fluchtartig durch irgendeinen Hinterausgang verlassen haben. Die meisten die jetzt noch auf der Baustelle sind, lassen sich gerne kontrollieren, da sie eh nichts zu befürchten haben.

Neuerdings suchen die Kontrolleure auch sog. Scheinselbständige. Auch da werden zuerst ausländische Personen und Unternehmen kontrolliert. Man könnte dieses Verhalten bereits als ausländerfeindlich betiteln.

Mich haben sie noch nie kontrolliert. Weshalb weiss ich auch nicht. Nicht einmal auf meine Bitte, mich nach allen Regeln der Kunst zu kontrollieren und mir volles Programm mit allen Schickanen zu bieten, haben sie reagiert. Dabei könnte ich doch auch ein Schwarzarbeiter oder ein Scheinselbständiger sein.

Liebe Kontrolleure, eure Kontrollen taugen nichts. Punkt. Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit sind nicht nur ein Problem der Ausländer. Punkt.

Liebe Grüsse

CheesLee

Freitag, 24. Dezember 2010

Kerzenständer


Unser uralter Flieder hatte die schlechte Angewohnheit, mehrmals jährlich die Grenzrechte zu verletzen. Unsere Nachbarin ärgerte sich und legte uns nahe, eine griffige Lösung zu finden, und den widerspänstigen Flieder zu zähmen. Die Lösung sieht so aus:

Ich wünsche allen Lesern dieses Blogs eine wunderschöne Weihnachtszeit. Viel Ruhe (nach dem Gehetze der letzten Wochen) und einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Viel Spass und alles Gute

CheesLee

Mittwoch, 3. November 2010

Sibirische Lärche

Wunderschöner Ast aus einem Stück Sibirischer Lärche.
Die Farben und Formenvielfalt der Natur überrascht mich immer wieder.
Kommt noch hinzu, dass um diesen Ast mal Wölfe und Tiger geschlichen sind. Vielleicht hat sich sogar mal ein Bär dran gekratzt.
Wenn dieser Ast doch nur sprechen könnte. Der wüsste sicher viel zu erzählen. Von Tiger jagenden Bärenwölfen, Bären jagenden Wolftigern, bitterkalten Nächten usw.

Sibirische Lärche verwendete ich neulich zur Herstellung von besonders urchigen Sockellamperien.
Knorriges splittriges Holz mit tollen verwachsenen Aesten und auch hin und wieder mal ein Riss. Solche Risse sind aber nicht störend, sondern gehören dazu und werten das Holz noch auf. Natur pur Punkt. Bisschen Oel drauf, fertig.
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