Wenn man bei alten Treppen den bestehenden Teppich entfernt (weil sich gewisse Düfte, Bakterien und Viecher eingenistet haben), kommt meist grauenvolles zum Vorschein.Die seitlichen Wangen sind relativ einfach zu verschönern.
Bei den Stufen und Futterbrettern sieht's dann schon kniffliger aus.
Abschleifen geht meistens kaum, da der alte Leim und Lack dem Schleifpapier extrem zusetzt.
Maschinell abfräsen und dann schleifen geht schon besser, ist aber ebenfalls mit einem riesigen Aufwand verbunden. Ausser dem hat man das ganze Haus voll Staub.
Klever wie ich bin, dachte ich, ich spare mir diese Dreckerei und belege die Tritte und Futterbretter mit Laminat. Dabei kann man das Laminat draussen oder in einem anderen Raum schneiden. Das ging relativ gut. ABER: Alte Treppen sind nicht so exakt gebaut, so dass jedes Teil einzeln und millimetergenau eingepasst werden muss. Sobald es dann noch um die Ecke geht, gleicht die Einpassarbeit einer Doktorarbeit.
Es braucht dann schon sehr viel Durchhaltewillen und Fleiss.
Aber das Resultat überzeugt.
Fragt mich bitte nicht nach dem Preis. Sowas kann man kaum berechnen. Da geht es nur noch drum: will ich's oder will ich's nicht. Man kann in etwa davon ausgehen, dass pro Tag ca. 3 Stufen fertig werden. Den Rest könnt ihr selbst berechnen.
Liebe Grüsse
CheesLee





Diese Treppe verbindet das Wohnzimmer mit der Mansarde im Dachgeschoss. Die Oeffnung in der Decke musste erst noch erstellt werden. Dies war der grösste Nervenkitzel. Obwohl die Balken in der Decke genau verkehrt rum liefen und noch diverse Wechsel in der Balkenlage eingebaut werden mussten, hat die alte Gipsdecke absolut nichts abbekommen, nichts, gar nichts, nicht einmal ein Fingerabdruck. Darauf bin ich stolz.
Sauber gearbeitete Details:
Auf Wunsch der Kundschaft mit schliessbarer Klappe zum wahren der Privatsphäre.
Ausführung: Sommer 2005Treppenwangen in Fichte/Tanne, Treppentritte in Ahorn (aus dem Garten von Bekannten), Handläufe in Ahorn, Deckenfutter und Klappe in Birkenmultiplex mit Tannenverkleidungen. Geländer und Staketen in der Mansarde in Fichte/Tanne.