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Mittwoch, 22. Januar 2020

Die Türen und der Rücken

                         Bildergebnis für Massage Cartoon"


Wie Ihr in meinem Profil seht, arbeite ich auch oft im Akkord für andere Firmen.
Da geht es vor allem um Türen, Türrahmen, Schiebetüren usw..
Diese Türendinger wurden im laufe der Jahre (dank unseren hochmodernen Brandschutzvorschriften) immer schwerer. Da ich meistens alleine arbeite, wuchtete ich bis zu 70 kg schwere Türen ohne Hilfe bis zur Türöffnung (Rahmen oder Stahlzarge).
Ihr ahnt es sicher - mein Rücken sagte da plötzlich "STOP".
Vor anderthalb Jahren dann zunehmende Schmerzen im linken Bein. Wahrscheinlich so ein bisschen Ischias, dachte ich. Vor einem Jahr dann der Totalausfall. Schmerzen ohne Ende. Stehen, liegen, laufen, alles nicht mehr gut. Ein MRT zeigte dann eine kaputte Bandscheibe (schon die zweite). Viel Schmerzmittel, 4 Infiltrationen und eine Unmenge Physiotherapie haben mich im Jahr 2019 begleitet.
Operieren war keine Option da mir niemand Besserung versprechen konnte.
Heute nun hatte ich meine letzte Physiomassage. Seit 3 Wochen bin ich nun wieder fast schmerzfrei, 
ausser am Morgen, da muss ich noch langsam machen, nur ja keine hektischen unüberlegten Bewegungen, dann geht's.

Was ich sagen wollte liebe Kollegen: gebt acht auf euren Rücken, vor allem in jungen Jahren.
Bis 50 geht's einigermassen. Ab 55 spürt ihr jeden Murks (von früher und von gestern) doppelt. Und wenn dann plötzlich gar nichts mehr geht und der Schmerz einen regiert, kämpft man so wie ich über ein Jahr, damit das Leben wieder lebenswert ist.

Ich danke allen, die Verständnis hatten, allen Aerzten, den Physiotherapeuten und allen, die mich begleitet hatten.

Liebe Grüsse

CheesLee

Montag, 24. Januar 2011

Facebook - Wohin des Weges liebe "Freunde"?

Heute bekomme ich doch tatsächlich eine Einladung einer Kundin, mich bei Facebook an zu melden und Ihr "Freund" zu werden.
Es ist ja nett, dass diese Kundin an mich gedacht hat. Sofern sie überhaupt etwas gedacht hat. Vielleicht bin ich auch ein Opfer eines Massenmails.
Nur, soviel muss klar sein: Man kann mich nicht als Freund gewinnen, auch nicht in Facebook, wenn man mich immer wieder leer laufen lässt. Ich berate meine Kunden gerne und ausführlich. Ich liefere Zeichnungen, Muster, Modelle und alternative Vorschläge. Ich befrage Lieferanten und berechne Offerten. - Stundenlang - Gratis und Franko. Wenn man dann aber immer wieder sämtliche Offerten aus preislichen Gründen ablehnt, obwohl man das nötige Kleingeld hätte, hört für mich das Freundsein auf.
Nein danke, so gewinnt man mich nicht als Freund.

Liebe Grüsse

CheesLee

Montag, 17. Januar 2011

Baustellenkontrollen

Baustellenkontrollen sind in unserer Gegend hochmodern. Dabei erscheinen "zivil" gekleidete Kontrollbeamte mit an der Brust angeheftetem Ausweis. Entlöhnt werden diese Beamten durch die Gewerkschaften UNIA und ZPK welche wiederum von uns Unternehmern gefuttert werden.
Jedesmal wenn diese Kontrolleure erscheinen, machen sie Jagd auf die Gipser, und auf nicht Schweizerdeutsch sprechende Personen. - Liebe Gipser, was habt ihr bloss verbrochen, dass ihr immer zuerst dran glauben müsst? - Eigentlich ginge es darum, Schwarzarbeiter bzw. Personen oder Unternehmen aufzudecken, welche sich nicht an die Gesamtarbeitsverträge halten. Die Kontrollbeamten bewegen sich dabei aber so dämlich auf den Baustellen, dass innert Sekunden sämtliche Bauarbeiter Bescheid wissen, bzw. die schwarzen Schafe die Baustelle fluchtartig durch irgendeinen Hinterausgang verlassen haben. Die meisten die jetzt noch auf der Baustelle sind, lassen sich gerne kontrollieren, da sie eh nichts zu befürchten haben.

Neuerdings suchen die Kontrolleure auch sog. Scheinselbständige. Auch da werden zuerst ausländische Personen und Unternehmen kontrolliert. Man könnte dieses Verhalten bereits als ausländerfeindlich betiteln.

Mich haben sie noch nie kontrolliert. Weshalb weiss ich auch nicht. Nicht einmal auf meine Bitte, mich nach allen Regeln der Kunst zu kontrollieren und mir volles Programm mit allen Schickanen zu bieten, haben sie reagiert. Dabei könnte ich doch auch ein Schwarzarbeiter oder ein Scheinselbständiger sein.

Liebe Kontrolleure, eure Kontrollen taugen nichts. Punkt. Schwarzarbeit und Scheinselbständigkeit sind nicht nur ein Problem der Ausländer. Punkt.

Liebe Grüsse

CheesLee

Freitag, 19. März 2010

Grundsätzliches

Liebe Interessenten

Via E-Mail bzw. dieses Blog bekomme ich immer wieder Preisanfragen oder Einladungen für Offerten.
Der diesbezügliche Arbeitsaufwand ist stetig am steigen.
Mir ist klar, dass der Markt spielen - und dass man die Preise vergleichen soll. Es ist aber meiner Meinung nach eine absolute Unsitte, dass man für jeden Hafenkäse den man vielleicht einmal realisieren möchte, von mind. 10 Unternehmern eine detailierte Offerte verlangt. Diese Praxis wird unter Anderem vom "Konsumentenmagazin Kassensturz" stark propagiert.
Jede kleinere Offerte kostet mich mindestens Fr. 250.-- an Arbeitsaufwand. Wenn ich dann noch vorbeigehen und ausmessen muss, oder Alternativvorschläge berechnen darf, komme ich rechnerisch bald einmal auf Fr. 1000.-- pro Offerte. - Das kann's doch nicht sein! Und das alles noch gratis und franko. Schweizweit werden so Millionen verpufft, welche sich in den betrieblichen Endabrechnungen letzt endlich nur wieder auf die Konsumenten abwälzen lassen.
Denn, - wer arbeitet schon gerne gratis?????

Was mich in der Vergangenheit am meisten geärgert hat, ist, dass man sich für die geleistete Arbeit nicht bedankt. Nur ein kurzes E-Mail oder ein Telefon mit einem Dankeschön würde mir schon reichen.
Aber nichts, kein Mail, kein Telefon, rein gar nichts. Alles selbstverständlich. Auch auf Nachfrage hin nichts, einfach nur Leere.

Zum Glück sind nicht alle so versnobt.

Mittwoch, 24. September 2008

Investmentbanken auf dem Absturzpfad

Ich traute meinen Ohren und Augen nicht, als das Wirtschaftsmagazin "ECO" auf SF 1 am Montagabend die Machenschaften der Investmentbanken näher erklärte. Besonders der Teil, wo das Rückversicherungs-Geschäft (sog. CDS) beschrieben wird.

Wenn ich als Schreiner so geschäften würde, wäre ich längst hinter Schloss und Riegel. Weshalb das Banken und Bankangestellte dürfen, ist mir schleierhaft. Vielleicht kann mir das mal jemand erklären.
Hier könnt Ihr Euch die Sache mal selbst erklären lassen.

Ist das nicht sagenhaft? Mir ist langsam aber sicher klar, weshalb solche Firmen pleite machen.

Donnerstag, 13. Dezember 2007

Gedanken zu Blochers Abwahl

Auch als Nichtpolitiker kann man sich Gedanken machen zur Politik.

Dass Bundesrat Blocher nicht wieder gewählt wurde, hat er sich zum grössten Teil selbst zu Verdanken. Auf Aggression kann man nur mit Aggression antworten.

Was mich aber dabei weitaus mehr stört, ist das Gejammer und die Drohungen von Blochers Partei, der SVP (ebenfalls eine aggressive Rotte).
Anstatt sich mit dieser Abwahl von Blocher abzufinden und mit guten Vorsätzen vorwärts zu blicken, drohen uns Eidgenossen diese jämmerlichen Waschlappen, dass sie nun in die Opposition gehen würden. Das heisst für mich, dass man sich ab sofort nur noch darauf konzentriert, wie man die Politik und die anderen Parteien (allen voran natürlich die CVP) am besten stören und querulieren kann.

Ist das nun wirklich der Sinn der Politik???? Sollte es in der Politik nicht viel eher darum gehen, wie man unser Land am besten fördern kann???? Sollte es nicht viel eher darum gehen, wie man die unteren und die mittleren Schichten der Bevölkerung besser stellen könnte???? Sollte es nicht viel eher darum gehen, das Maximum aus unserem Hightechland unter Einbezug des Arbeitenden Volkes heraus zu holen????

Nein. Offensichtlich geht es ums Stören, Bremsen, Querulieren usw.

Ich bin enttäuscht von diesen hochbezahlten SpitzenPolitikern und hätte eigentlich dem Lohn entsprechende Verantwortungübernahme und einbringen von fachspezifischen Knowhow erwartet.
Auf die ob genannten Ideen bin ich völlig gratis schon im Kindergarten gekommen.

Gruss CheesLee

Donnerstag, 27. September 2007

CNC-Bearbeitung = Hightech-Frust

Hallo liebe Freunde

Die Wirtschaft läuft momentan auf Hochtouren. Also muss alles so schnell wie möglich produziert werden. Kosten darf es natürlich immer noch nichts. Also braucht man möglichst schnelle und effiziente Produktionsmethoden.

CNC heisst das Zauberwort.

Jede grössere Firma ab ca. 5 Personen welche heute nicht irgendwo eine CNC gesteuerte Holzbearbeitungsmaschine rumstehen hat, gehört zu den Pfahlbauern. Ob diese Maschine nun ausgelastet ist oder nicht, sei dahingestellt. Hauptsache man hat eine.

Diese Maschinen können selbstverständlich fast alles. Was die alles ausspucken können, ist heute nur noch eine Frage des Programmierers bzw. dessen Gehirnkapazität.

Da wird nun gesägt, gehobelt, gefräst, gebohrt, was das Zeug hällt. Die Späne fliegen und entsorgt werden sie als Pellets.
Es entstehen unglaublich kurze Produktionszyklen und das alles mit einer Genauigkeit von ca. 0.1 mm.

Könnte man meinen. Aber Achtung, jetzt kommt's.

Da werden ganze Berge von Türen, Stahlzargen usw. produziert, ohne dass einer auf die Idee kommt, einmal den ganz hundskommunen Doppelmeter hinzuhalten und mal auf den Millimeter nachzumessen.
Produzieren ist in - Nachmessen und kontrollieren ist out.

Ihr glaubt gar nicht, welche Massen an Ausschuss da produziert werden.

Die Leidtragenden sind dann wir Monteure auf der Baustelle.
Vor uns, Stahlzargen welche die Bandbohrungen und Schliessblechausstanzungen irgendwo haben, nur nicht dort wo sie sein sollten. Vor uns, Türen, bei welchen man im eingehängten und geschlossenen Zustand oben durchsehen kann, weil sie zu tief hängen, weil die Bandfräsungen zu hoch sind.
Hinter uns, die Kundschaft, mit den Möbeln in der Hand, mit dem festen Willen jetzt sofort einzuziehen und natürlich mit dem Anwalt im Schlepptau.

Und nun gehen die lästigen Diskussionen los.
Und das alles nur, wegen diesen CNC-Idioten, welche nie, aber wirklich auch gar nie kontrollieren, was ihre Maschinen da ausspucken.

Gruss CheesLee

Dienstag, 3. April 2007

Führungskompetenzen

Liebe Freunde

Momentan arbeite ich in einem Umbau bei Basel. Das ganze Projekt ist riesig. Alle Firmen und ihre Handwerker sind gefordert und an einen straffen Zeitplan gehalten. Der Zeitplan wurde zwischen der Generalunternehmung und der Bauherrschaft, und oder den Hauseigentümern ausgehandelt. Da der oder die Hauseigentümer Geld sparen wollen, wurde der Zeitplan möglichst eng angesetzt. Die ausführenden Handwerker (bzw.die Betriebe) wurden bezüglich des Zeitplanes aber nie befragt. Grundsätzlich gehen diese Leute davon aus, dass wenn zwei Superhirne etwas planen, es die Anderen (die Handwerker) dann schon irgendwie richten werden. Und wenn nicht, dann muss man halt ein bisschen Dampf machen.
- Das ganze Projekt wurde dann einem Bauführer der organisierenden Generalunternehmung übergeben. -Und jetzt geht's los. - Dieser Bauführer, welcher eigentlich die Handwerker führen und leiten sollte, und auch gleichzeitig eine Vermittler und Organisationsrolle zwischen den Handwerkern und der Bauherrschaft spielt, bewegt sich geistig in der Rolle des Anus eines Normalsterblichen. Er furzt seit mehr als einem halben Jahr umher und macht alle Leute verrückt. Er hat nur den Terminplan im Kopf, sieht die Arbeit dahinter aber überhaupt nicht. Wenn die Zeit knapp wird, sollten eigentlich mehr Leute aufmarschieren, aber woher man die nehmen soll, wissen die Götter. Wenn die Zeit noch knapper wird, dann bringt man einfach noch ein paar aus der Luft gegriffene Mängellisten, damit die Handwerker noch mindestens 5 weitere Stunden nicht Luft holen können. Wenn einem dann gar nichts mehr einfällt, dann beschuldigt man die Handwerker: "Sie hätten die Sache überhaupt nicht im Griff." Danach lässt man sie auf frisch ausgeglätteten Böden rumlatschen, bis die Schuhe voller Mörtel sind (besser planen ging leider nicht, denn schliesslich muss man ja Zeit und Geld sparen), um sie gleich danach auf den frisch versiegelten Parkett zu schicken, um dort noch irgend eine Lapalie zu erledigen, welche gem. Zeitplan genau heute um 14.00 Uhr erledigt sein muss. Der frisch ausgeglättete Boden sieht natürlich aus wie wenn Wildschweine sich darin gesuhlt hätten und der Parkett,- naja der Parkett? Der schöne Parkett! -Hauptsache, man hat's den doofen Handwerkern wieder mal gezeigt, und sie hinken dem Zeitplan wiedermal hinten nach. Die Handwerker haben's einfach nicht im Griff und von der Arbeit verstehen sie auch nichts. Wenn um 15.00 Uhr eine Wohnwand aufgestellt werden muss, dann wird die aufgestellt, auch wenn der Boden noch nicht versiegelt ist. Soll der Parkettier um die Wohnwand herum versiegeln. - Der nächste Mieter wird sich dann freuen.- Aber halb so schlimm, auch der Parkettier ist ein Handwerker und alle Handwerker haben's ja nicht im Griff.
Ausser zwei Handwerker im letzten Bau: die warfen ihn zum Fenster raus und verklopften ihn auf der Strasse tüchtig. (weiss nicht ob's stimmt, wird aber so erzählt).
Ich persönlich bin strikte gegen Gewalt, damit das klar ist. -Ich frage mich nur, wie man solche Leute aus einer Schule entlassen und auf die Menschheit loslassen kann?- Ich frage mich, wie man solche Leute überhaupt einstellen und beschäftigen kann? - Ich frage mich, weshalb merken es solche Leute nicht von selbst, dass sie total den Beruf verfehlt haben? Ich frage mich, gibt es für solche Leute auch Therapiemöglichkeiten?- Oder lieber nicht?- Dauert zu lange und kostet zu viel!

Liebe Grüsse

CheesLee