Samstag, 9. März 2019

Schmuckdose


Wenn der Thuja im Garten wuchert, und der Ast unbedingt weg muss, weil der Nachbar sonst  zum Amokläufer wird, dann muss er halt weg.
Danach hat man zwei Möglichkeiten: entweder ins Brennholz damit oder zum Drechslerholz.
Die Zweite Variante ist die Schönere wie diese Schmuckdose zeigt.
Schmuckdose aus Thuja mit Kirschbaumring und -Griff

Dienstag, 25. Dezember 2018

Verwurmtes Holz

Dass verwurmtes Holz nicht unbedingt Brennholz sein muss, beweist meine neuste Kreation.
Vor Jahren kaufte ich einmal einen Ahorn, liess ihn vom Säger einschneiden und lagerte ihn jahrelang in meinem Holzschopf. - Ohne ihn vorher chemisch gegen Schädlinge zu behandeln, natürlich. -
Dann neulich der grosse Schock. Das Holz war komplett verwurmt. Brennholz dachte ich, doch es reute mich diesen Ahorn weg zu werfen und zu verbrennen.

Nur Mut, das kommt dann schon gut. Ab auf die Drechselbank und hoppla...

So gruselig verwurmt kann auch schon wieder sehr dekorativ sein.

Samstag, 6. Oktober 2018

Asbestgefahr in Küche und Badezimmer

Heimwerker aufgepasst:

Leider ist die Asbestgefahr in vielen Wohnungen und Häusern bei weitem noch nicht gebannt.
Während bei grösseren Umbauten die Asbestabklärungen meistens von Amtes wegen stattfinden, macht sich der private Heimwerker meist keine Gedanken darüber.
Da wird frisch und fröhlich an alten Plattenbelägen an Wänden und Böden herumgespitzt, ohne sich um die Asbestgefahr zu kümmern.

Tatsache ist, dass in vielen Mörteln und Klebern, mit denen Keramikplatten an Wänden und Böden aufgeklebt wurden, Asbestfasern enthalten sind. Die Asbestfasern, welche diesen Klebern beigemischt wurden, dienten quasi als Armierung, um die Rissbildung zu vermindern.
Spitzt man nun alte Keramikplatten mit der Spitzmaschine, oder auch von Hand mit Hammer und Meissel herunter, werden damit die im alten Mörtel enthaltenen Asbestfasern freigesetzt. Der Staub der dabei entsteht kann ganze Wohnungen und Häuser verseuchen. Dadurch bringt man sich selbst und alle anderen am Umbau beteiligten in grosse Gefahr.

Also seid vorsichtig und klärt die Sache seriös ab. Im Internet findet Ihr viele Adressen und Hinweise für seriöse Abklärungen.


Mittwoch, 21. März 2018

Wohnwagenumbau Teil 3

Endlich scheint die Sonne wieder und ich kann die versprochenen Bilder nachliefern.

Wie bereits erwähnt; mit dem Vinylplastikboden musste ich einen Kompromiss eingehen. Aber er passt gut zum Arven-interieur.





Geflochtene Türen, eigentlich eine verrückte Idee. Aber ich würde es jederzeit wieder machen. Es sieht einfach toll aus. Dazu noch die passenden selbst gedrechselten Griffknöpfe.







Ganz speziell, die Leiter. Irgendwie muss man ja raufkommen.
Für die Leiter habe ich Eschenholz gewählt. Die sollte schon etwas stabiler sein. Die Haken zum einhängen habe ich aus einem alten Stück Türverschluss zurecht gebogen, fein poliert mit der Schwabbelscheibe und mit dickem Filz gepolstert, damit das Holz nicht beschädigt wird.







Die horizontalen Abdeckungen sind aus Corian bzw. HiMag durch und durch schneeweiss, vorne fein abgerundet und poliert, poliert, poliert.






Alle Kojen mit Vorhängen. Damit jeder seine Privatshäre hat.








Das war viel Arbeit, sehr viel. Aber das Endresultat freut mich unglaublich.
Der Sommer darf kommen.



Samstag, 17. März 2018

Wohnwagenumbau Teil 2

Planung und Produktion


Eine gute Planung ist für die Produktion unumgänglich. Braucht zwar ein bisschen Zeit, aber man spart sich dafür auch viel Aerger. Das CAD-Programm liefert dazu auch die nötigen Daten für den Materialeinkauf. Die Pläne kann man vergrössern, verkleinern und die Details hervorheben. Aenderungen sind schnell gemacht.

Ohne sorgfältige Planung besteht die Gefahr, dass sich Fehler einschleichen und man die Arbeiten doppelt ausführen muss.




Bodenaufbau
Der alte Teppich musste raus, bzw. lief fast von selbst raus. So schlimm war's zwar auch wieder nicht, aber hygienisch rein war der auch nicht mehr. Danach, Löcher stopfen, Entkoppelungsplatten aufleimen und Vinyl verlegen.
Entkoppelungsplatten deshalb, um das Getrampel zu dämpfen und um eine etwas stabile ebene Unterlage zu schaffen. Gewichtstechnisch nicht gerade ideal, aber irgendwie gab es mir ein gutes Gefühl.
Vinyl: Ich habe mich lange dagegen gesträubt, bin als "hölziger" damit nicht gerade glücklich, aber alles Andere kam einfach nicht in Frage. Massivparkett arbeitet zuviel bei Feuchtigkeitsschwankungen, Laminat verträgt Feuchtigkeit gar nicht, weil die MDF-Mittelage sofort aufquillt. Teppiche sind wahre Schmutzfänger, also auch da NEIN. Vinyl ist dünn, gut zu verarbeiten und zu reinigen und vor allem feuchtigkeitsstabil.



Wände
Die alten Tapeten waren schnell runtergekratzt. Dann mit weisser lösemittelfreier Acrylfarbe 2x streichen. Wichtig: Niemals mit lösemittelhaltiger Farbe streichen. Erstens vergiftet man sich damit selber und zweitens, denkt daran, dass alte Wohnwagen noch mit Styropor isoliert sind. Styropor und Lösungsmittel vertragen sich gar nicht, Styropor löst sich unverzüglich restlos auf.

Rollos
Die Verdunkelungsrollos sind einfach zu montieren, voraus gesetzt man bestellt die richtige Grösse. Stabil befestigen kann man die Dinger nicht, da die Wände einfach zu dünn sind. Mit etwas Glück trifft man eine Holzeinlage in den Wänden, dann halten die Schrauben besser. Und sonst halleluja. Baukleber wäre auch noch eine Lösung, aber dann kriegt man die Dinger kaum wer weg wenn sie mal defekt sind. Nun, man muss ja nicht gerade Klimmzüge an den Rollos üben.

Impressionen aus der Werkstatt
Die Vorarbeiten im Wohnwagen waren nun langsam erledigt. Die Tage wurden kühler und es zog mich in die Werkstatt.
Massivholz verleimen für die Bettgestelle
Die Verleimerei dauerte ewig. Das angelieferte Arvenholz war wie bereits erwähnt von eher minderer Qualität. Also musste jedes Brett aus drei bis vier Leisten zusammengefügt werden.
Und immer schön die Verleimregeln (Splint an Splint und Kern an Kern und linke und rechte Seite überstürzt) einhalten, sonst werden die Bretter krumm.





Langsam wurde es chaotisch in meiner kleinen Werkstatt. Ueberall Reststücke, Abschnitte und Späne. Aber der Geruch vom frisch verarbeiteten Arvenholz war herrlich. Die Wissenschaftler sagen, dass der Geruch vom Arvenholz die Pulsfrequenz senke. - Ich war nahe am Herzstillstand.





Für die Türen habe ich mir etwas besonderes ausgedacht.
Prototyp für die Türen
Holzrahmen mit Peddigrohrgeflecht. Ich suchte lange nach Anleitungen und Erfahrungsberichten im Internet, fand aber nichts schlaues. Mutig baute ich einen Prototypen. Und - es funktioniert. Ist gar nicht so schwer zu machen. Einfach geduldig Rute um Rute einfädeln jede einzeln und jaaa nicht auf die Uhr schauen.
Das Resultat überzeugt. Mit 3 mm Peddigrohr erhält man ein stabiles Geflecht.
Vorteil: die Türen werden Luftdurchlässig, Feuchtigkeitsstaus werden verhindert, die Türen werden leicht, sehr leicht und trotzdem stabil, und das Peddigrohr kann Feuchtigkeit aufnehmen und wieder abgeben, was sich positiv auf das Raumklima auswirkt.


Zum flechten, das Peddigrohr in Wasser einlegen.
Dann "cool" bleiben und wie gesagt, flechten. Rute um Rute.
Hunderte von Ruten, immer schön flechten.
Manche denken jetzt ich sei ein Spinner. Das dachte ich auch, bis ich die erste Türe fertig hatte.
Aber dann glänzten meine Augen vor Freude.

Ueber Zeit und Geld will ich hier jetzt nicht berichten. Aber ich kann euch jetzt schon verraten, es hat sich gelohnt. Ihr werdet es sehen wenn ihr die Bilder vom fertigen Innausbau seht.



Leider regnet es wieder mal, ist trüb und dunkel draussen. Kein Fotowetter. Deshalb hänge ich demnächst noch einen dritten Teil an.