Samstag, 15. April 2017

Muskatmühle aus altem Pflaumenholz

Der alte Pflaumenbaum in meinem Garten musste gefällt werden. Leider war er bereits ziemlich verfault, was man von aussen jedoch kaum sah. Die Holzausbeute war deshalb gering.

Für eine neue Muskatmühle hat es aber dennoch gereicht.


























Modell "Saturn", mit Ahornringen. Wunderschönes einzigartiges Holz. Wieder mal eine Rarität.

Glasvitrine in alter Türzarge


Bei einem Küchenumbau wurde die alte Türzarge für die Küchentüre plötzlich überflüssig.

Zarge rausreissen und Wanddurchbruch zumauern wäre eine Option gewesen. Das Flickwerk hätte man allerdings ewig gesehen.

Der Kunde entschied sich aber dann für eine massgeschneiderte Glasvitrine, mit Beleuchtung.

Auf der Rückseite der neuen Vitrine befindet sich die neue Küche.
Dort konnte dann auch die Stromzufuhr für den Trafo installiert werden.

Das Licht kann heller und dunkler gedimmt werden per Knopfdruck.
Eine farbige RGB Beleuchtung mit Fernbedienung wäre ebenfalls möglich gewesen.

Solche Umbaulösungen sind relativ günstig und mit wenig Aufwand zu realisieren.

Samstag, 18. Juli 2015

Wandverkleidung Lärche rustikal

Auch eine Garage kann man mal ein wenig aufpeppen. Vor allem, wenn man darin Oldtimer ausstellen möchte. Mit dem geeigneten Täfer kann man eine ganz eigene Stimmung hervorrufen.
Der Wunsch des Kunden ging eindeutig in die rustikale Richtung. "Route 66" war so ein Schlagwort welches mich zum forschen anregte. Ich suchte nach Altholz, oder etwas vergleichbarem.
Und - wer sucht der findet: Wandschalung Lärche gebrannt, gebürstet, geölt. - Ideal für diesen Zweck. Nach der Bemusterung sagte der Kunde sofort zu.
Jeder Riemen hat ein anderes Bild, Natur pur, fast schon ein Kunstwerk.
Durch das Bürsten entsteht eine 3-dimensionale Oberfläche. Durch das Brennen wird die Oberfläche dunkel, allerdings einheitlicher als bei Altholz. 
Das Oel gibt dem Holz noch den nötigen Schutz.
Alles in allem eine tolle Arbeit. Währschaft und solide, zur Nachahmung sehr zu empfehlen.


Donnerstag, 28. August 2014

Tisch für die Pergola

Habt ihr schon mal nachgeschaut, was hinter dem Gartenhaus, im Geräteschuppen oder sonst wo rund ums Haus im Dreck steht?
Nein?
Meine Frau hat's gemacht und hat mir zwei Tischfüsse angeschleppt. Wohl verstanden die waren echt schwer, dreckig und leicht rostig. Der Rost hielt sich allerdings in Grenzen, was mich dann doch echt erstaunt hat, nachdem die Füsse Jahre im Regen gestanden hatten. In mir erwachte das Forscherherz.
Hat sie da etwa Qualität gefunden? Was echtes? Was wertvolles? Oder ist es doch eher für's Alteisen?

Ja echt, ja Qualität, ja wertvoll, nein nix für's Alteisen. Diese Tischfüsse werden im Internet für ca. Fr. 650.-- das Paar gehandelt.
Die Dinger stammen von der Möbelfabrik Horgen-Glarus , Modell "epoc t-1005" aus dem Jahr 1932.
Ich habe sie sorgfältig gebürstet und entrostet, danach mit Anthrazitlack lackiert. - Wundervoll, sie sehen aus wie neu.
Nun musste natürlich noch ein Tischblatt her. Im gleichen Stil wie das Original. Kopieren ist aber nicht so mein Ding, dann lieber eine Eigenkreation, passen muss es aber trotzdem.
Scharfe Ecken hasst meine Frau. Dick auftragen wolle ich aber auch nicht, also dünn und gekonnt. Dünn geht aber nur, wenn man das "graten" noch beherrscht. Gratleisten sind aber bös in Vergessenheit geraten. Wenn ihr aber super Stabilität und keine Risse wollt, geht es nicht ohne Gratleisten. Wie das geht, könnt ihr selbst "googeln". 
Hier noch ein Detail der Kante:
Uebrigens: Bei den Abmessungen und der Position der Beine kam wieder einmal der "goldene Schnitt" zur Anwendung. Auch so eine alte Sache, welche aber auch heute immer noch Gültigkeit hat.

Tipp an alle Schnäppchenjäger: ein solcher Tisch ist kein Schnäppchen.

Liebe Grüsse

CheesLee

Donnerstag, 20. Februar 2014

Antiker Schrank

Wer hätte das gedacht, dass unter dem maroden Lack eine solch schöne Furnierarbeit versteckt ist.
Der alte Lack war eingefärbt, vergilbt, verdreckt und abgeschossen, so dass selbst ich nicht einmal sah, was sich darunter befindet.
Blatt oben und Seiten waren verrissen. Der Korpus fiel auseinander und die Füsse kippten einer nach dem anderen um.
Die Schublade klemmte natürlich, das gehört sich so.
Der Kundschaft sagte ich: "Das lohnt sich nicht."
Ehrlich gesagt, wenn ich den Schrank jetzt anschaue, schäme ich mich fast ein wenig für diese Aussage.

Das Innenleben habe ich ebenfalls ein wenig aufgemöbelt.
Verstellbare Tablare sind immer praktisch.
Die Schublade über den Türen kann man nur bei geöffneten Türen bedienen

Der Schreiner, der diesen Schrank produziert hat, war kein grosser Konstrukteur. Diverse Konstruktionsfehler führten dazu, dass das Blatt oben und die Schrankseiten grosse Risse hatten. Man muss eben die Physik des Holzes respektieren.
Aber, und das darf ich mit guten Gewissen sagen, er war ein Künstler was die Furnierarbeit betrifft. Da hat er alles gegeben.

Und überhaupt, Nussbaum ist halt immer wieder einfach nur schön.